Das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum wird barrierefrei

Nachdem der in die Jahre gekommene Treppenlift des Puppenmuseums zeitweise defekt war, gibt es jetzt eine dauerhafte Lösung. Mit 12.500 Euro beteiligt sich das Land Hessen am barrierefreien Umbau des Hessische Puppen- und Spielzeugmuseums in Wilhelmsbad. Das Geld dient dem Einbau eines Plattformlifts, wie Monika Nickel, die kulturpolitische Sprecherin der Hanauer Grünen Fraktion mitteilt: „Barrierefreiheit wird für touristische Angebote immer wichtiger und trägt entscheidend zu ihrer Attraktivität bei“. Das Land übernimmt die Hälfte der Kosten.

Das Museum wird von Menschen aller Altersgruppen besucht, besonders häufig von Familien und Senioren. Bislang ist es jedoch nur über eine steile Treppe zu erreichen, die mit Rollstuhl oder Rollator schwer zu bewältigen ist und auch Demenzkranke vor ein erhebliches Hindernis stellt. „Der Einbau des Lifts ist nicht nur Tourismusförderung, sondern trägt auch dazu bei, unsere Kulturgüter für alle zugänglich zu machen. Gerade bei Demenzkranken kann die Begegnung mit altem Spielzeug Erinnerungen wecken, zu denen sie sonst keinen Zugang mehr finden“, freut sich der hessische Minister Tarek Al-Wazir.

Das Hessische Puppen- und Spielzeugmuseum wurde 1983 von der Stadt Hanau und dem Land Hessen im Arkadenbau des Staatsparks Wilhelmsbad eingerichtet. Auf 800 Quadratmetern werden Puppen von der Antike bis zur Moderne sowie mechanisches Blechspielzeug gezeigt.

Monika Nickel (10.11.2016)

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