Kein weiterer Atommüll in Hanau!

(08.02.2018)

Mit Bedauern haben Bündnis 90/DIE GRÜNEN Hanau das Urteil des Frankfurter Verwaltungsgerichts zu Kenntnis genommen und unterstützen den Magistrat der Stadt Hanau in seiner Haltung den Bau eines weiteren Atommüll-Zwischenlagers mit allen politischen und juristischen Mitteln zu verhindern. Auch rufen wir die Bürgerschaft dazu auf, die Stadt hierbei mit dieser Petition zu unterstützen: www.openpetition.de/!neindanke

In einem früheren Kompromiss kam die Stadt Hanau überein, dass nur der in Hanau angefallene Müll auf dem Gelände im Industriepark Wolfgang zu lagern sei. Inakzeptabel ist dabei, dass „eine unzuverlässige Firma wie NCS nach allen Skandalen nun auch noch Atommüll aus dem gesamten Bundesgebiet in Hanau lagern möchte“, so Vorstandsmitglied Birol Avci.

So zeigt bereits die Tatsache der vielen Namenswechsel der Firma NCS, dass hierbei versucht wird eine negative Vergangenheit und Skandale rund um den Atommüll in Hanau zu vertuschen. Anfangs Transnuklear, mit illegaler Entsorgung des Atommülls in Belgien und im Meer. Später NCS, und heute Daher Nuclear Technologies GmbH.

Mit Ihrer Vergangenheit, den damaligen Machenschaften und Vertuschungsversuchen trug diese Firma dazu bei, dass das Gebiet im Industriepark Wolfgang noch heute radioaktiv belastet ist. Auch belastetes Grundwasser gehört heute noch zu den alltäglichen Problemen, rund um das ganze Gebiet.

Birol Avci weist hierbei auch auf die Gesundheitsgefährdung der dort Beschäftigen hin, sollte es zu weiteren Einlagerungen und Transporten kommen: „Auf dem Gebiet des Industriepark Wolfgang sind 5300 Menschen beschäftigt und wären dieser radioaktiven Strahlung täglich ausgesetzt. Mit erheblichen Folgen für die Gesundheit“.

Wir als Bündnis 90/DIE GRÜNEN stellen uns dagegen, unterstützen den Magistrat der Stadt Hanau und fordern alle Parteien dazu auf, am Ende der Atomenergie festzuhalten und das letzte Kernkraftwerk in Deutschland wie geplant spätestens 2022 abzuschalten.

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