Passivhaus-Siedlung „Im Venussee“ ist großer Erfolg für den Hanauer Klimaschutz

Pressemitteilung: Nachdem es nach jahrelangem Drängen der Grünen gelungen war, eine erste Passivhaussiedlung an den Hanauer Wohnungsmarkt zu bringen, kann nun im Baugebiet Venussee Erfolg vermeldet werden. „Die Stadtverwaltung war lange skeptisch, ob es möglich ist, Passivhausstandard vorzuschreiben. Nun sehen wir, dass es Bauwillige gibt, die bereit sind, in die Zukunftsfähigkeit ihres Hauses zu investieren. Diese Häuser werden auch den Ansprüchen, die der Klimaschutz in 20 Jahren an das Bauen stellen wird, noch gerecht werden,“ betont der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefan Weiß. Die Grünen bedanken sich beim Grundstücksmanagement der Stadt Hanau, das eine entsprechende Vereinbarungen mit den KäuferInnen abgeschlossen hat und nach dessen Angaben noch ein letztes freies Grundstück zu vergeben ist.

Nach derzeitigen Stand entstehen „Im Venussee“ Wohnhäuser mit insgesamt 5.400 qm Grundfläche. Bei dem für Passivhäuser zulässigen Heizwärmebedarf von jährlich 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter entsteht ein Gesamtbedarf von 81.000 kWh. Wären diese Gebäude nach den derzeitigen gesetzlichen Standards errichtet worden, hätten sie den dreifachen Heizwärmebedarf. Die Einsparungen durch Ausführung der Gebäude im Passivhaus-Standard betragen über 85 t Treihausgase pro Jahr. Stefan Weiß fordert, sich nicht auf diesem Erfolg auszuruhen: „Diese Erfahrungen müssen Ansporn sein, bei allen folgenden Bauvorhaben den Energieverbrach deutlich unter den gesetzlich vorgeschriebenen Standard zu senken. Nur so können die Klimaschutzziele für die kommenden Jahrzehnte erreicht werden!“

Stefan Weiss (Hanau, den 8.8.2017)

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