Bundestagsabgeordnete zu Besuch im MINT-Bereich der Kathinka-Platzhoff-Stiftung

Die Bundestagsabgeordnete Ay?e Asar, Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages, besuchte gemeinsam mit den Grünen aus Hanau den MINT-Bereich der Kathinka-Platzhoff-Stiftung (KPS) in den Räumen der Ludwig-Geißler-Schule.
Ay?e Asar zeigte sich beeindruckt von dem Besuch: „Ich bin begeistert, wie praxisnah und engagiert hier geforscht und gelernt wird. Diese Arbeit zeigt, wie Bildung, Motivation und Förderung Hand in Hand gehen. Ein Vorbild für andere Regionen.“

Ralf Schlosser, Leiter des MINT-Bereichs, stellte gemeinsam mit Geschäftsführer Daniel von Hauff die Projekte und Zielsetzungen der Stiftung vor. Schulleiter Martin Lindenau unterstrich die enge Zusammenarbeit und die konkreten Vorteile für die Schülerinnen und Schüler.

Die Stiftung setzt auf eine frühe Heranführung junger Menschen an Forschung und MINT-Themen. Mit kostenfreien Angeboten für Schülerinnen, Schüler und ganze Schulklassen schuf sie niedrigschwellige Zugänge zu naturwissenschaftlich-technischen Fragestellungen. Workshops zur Berufsorientierung sowie das Offene Labor eröffneten Raum für eigene Forschungsansätze. In diesem Jahr entsandte die KPS sieben Projekte zum Regionalwettbewerb von Jugend forscht.

Beim Termin betonte der grüne Oberbürgermeisterkandidat Sascha Feldes: „Die Arbeit der Kathinka-Platzhoff-Stiftung zeigte, wie wichtig es ist, junge Menschen schon früh für Wissenschaft und Technik zu begeistern. Nur so können wir Hanau als innovativen und zukunftsfähigen Standort stärken.“

Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels und einer alternden Gesellschaft gewann diese Arbeit weiter an Bedeutung. Naturwissenschaftlich-technische Berufe sind zentrale Innovationsfelder; frühzeitige Förderung stärkt langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und eröffnet jungen Menschen tragfähige Bildungs- und Berufsperspektiven.

Die Kostenfreiheit aller Angebote war dabei ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts. Gerade in Hanau mit einem hohen Anteil junger Menschen mit Migrationsgeschichte durften finanzielle Hürden keine Rolle spielen. Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit standen im Mittelpunkt der Stiftungsarbeit.

Robert Erkan, sozialpolitischer Sprecher der grünen Fraktion, ergänzte: „Jede Stunde, die hier investiert wird, zahlt direkt in die Bildung und Zukunft unserer Kinder ein. Die Stiftung leistet einen unverzichtbaren Beitrag für Chancengerechtigkeit und Fachkräfteentwicklung vor Ort.“

Besonders beeindruckend war: Die Kathinka-Platzhoff-Stiftung entwickelte innovative Bildungsformate, darunter den deutschlandweit ersten Miri-Lernraum im Kulturforum – einen interaktiven, immersiven Lernraum für Bildungszwecke.

Kooperationen mit Unternehmen wie Thermo Fisher Scientific, Freudenberg Group, Heraeus und Google trugen dazu bei, Praxisnähe und Nachwuchsförderung zu verbinden. Die Stiftung verstand sich dabei als Plattform zwischen Bildung, Wirtschaft und jungen Menschen.

Auch für die Stadt Hanau war die Förderung von MINT-Initiativen von strategischer Bedeutung. Als Industrie- und Technologiestandort mit Unternehmen wie Heraeus war die Region auf qualifizierten Nachwuchs angewiesen. Eine starke lokale Bildungslandschaft sicherte Fachkräfte, stärkte die Innovationskraft und erhöhte die Attraktivität des Standorts.

Mit Blick auf die Zukunft plädierte die Stiftung für gezielte Förderprogramme, die schulische und außerschulische MINT-Bildung gemeinsam stärkten. Eine verlässliche finanzielle Ausstattung der Kommunen sei entscheidend, um bedarfsgerechte und qualitativ hochwertige Angebote langfristig zu sichern.
„Daher brauchte es statt der nächsten Sparmaßnahmen und Kürzungen umfangreiche Investitionen in Bildung – angefangen bei den Kleinsten unserer Gesellschaft“, fasste Mike Schäfer, Bildungsexperte und grünes Mitglied, den konstruktiven Austausch zusammen.

Auch an die Bundesregierung konnten in diesem Zusammenhang klare Forderungen formuliert werden: eine stärkere strukturelle Förderung außerschulischer MINT-Lernorte, langfristig angelegte Programme zur Fachkräftesicherung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich sowie eine gezielte Unterstützung von Projekten, die Bildung, Forschung und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. Ebenso wichtig seien Investitionen in die kommunale Bildungsinfrastruktur, damit innovative Lernräume, Labore und Kooperationen dauerhaft abgesichert werden konnten. Nur mit verlässlichen Rahmenbedingungen ließen sich Bildungsinitiativen wie die der Kathinka-Platzhoff-Stiftung nachhaltig weiterentwickeln.

Abschließend betont auch Bündnis 90/Die Grünen in Hanau erneut ihre volle Unterstützung für die Arbeit der Kathinka-Platzhoff-Stiftung. Forschung und Bildung im MINT-Bereich leisten einen konkreten Beitrag zu Klimaschutz, Ressourcenschonung und nachhaltiger Transformation und zeigen, wie frühzeitige Förderung junger Menschen langfristig Bildung, Chancengleichheit und Innovationskraft in Hanau stärkt.