Unsere Pressemitteilung findest du hier.
Wie kann das Deutsche Goldschmiedehaus seine Bedeutung für Hanau künftig noch stärker entfalten? Diese Frage haben wir uns als Grünen-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung gestellt und sind ihr direkt vor Ort nachgegangen. Malte Guttek, Geschäftsführer der Gesellschaft für Goldschmiedekunst e. V. und Leiter des Hauses, hat uns durch die Ausstellungen geführt. Dabei hat er uns auch das erste und zweite Stockwerk gezeigt, dass nun umgestaltet und modernisiert werden soll.












Wir haben viel über die Geschichte und Gegenwart der Gold- und Silberschmiedekunst gelernt und darüber, was das Haus für unsere Stadt bedeutet. Die Gesellschaft für Goldschmiedekunst richtet mit der Silbertriennale International und dem Friedrich Becker Preis zwei maßgebliche globale Wettbewerbe aus. Hanau besitzt damit eines der bedeutendsten Ausstellungszentren für Gold- und Silberschmiedekunst. Das darf man ruhig auch mal laut sagen.
Wie sehr das Haus am Puls der Zeit ist, zeigt die aktuelle Ausstellung „Celebrating Life“ von Paul Derrez. Sie macht deutlich, dass Schmuckstücke weit mehr sein können als hübsche Accessoires, nämlich Vermittler für Werte, persönliche Haltungen, Vielfalt, Akzeptanz und Solidarität. Wer bisher dachte, Schmuck sei reine Dekoration, wird hier eines Besseren belehrt.
Die Gold- und Silberschmiedekunst prägt Hanau. Man findet sie in zahlreichen Handwerksbetrieben, in der Zeichenakademie und in der Arbeit von Künstlerinnen und Künstlern, die traditionelle Techniken mit zeitgenössischer Gestaltung verbinden. 2025 wurde das Gold- und Silberschmiedehandwerk sogar ins Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen, ein Ritterschlag für eine Tradition, die es verdient hat.
Charlotte von Hauff, unsere stellvertretende Fraktionsvorsitzende, bringt es auf den Punkt: „Hanau hat mit seiner jahrhundertealten Gold- und Silberschmiedetradition einen kulturellen Schatz, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hat. Diesen Schatz müssen wir selbstbewusst nach außen tragen.“
Besonders freuen wir uns auf die geplante Dauerausstellung. Sie soll die Geschichte und Gegenwart der Hanauer Gold- und Silberschmiedekunst einem breiteren Publikum zugänglich machen. Schon jetzt gibt die Schauwerkstatt im Souterrain Einblick in Werkzeuge und Materialien. Und mit Mitmach-Workshops für Kinder und Familien sowie zahlreichen Veranstaltungen wird das Haus zum echten Ort der Begegnung.
Unsere Kulturexpertin Monika Nickel sagt dazu: „Das Goldschmiedehaus ist weit mehr als ein Museum. Es steht für unsere Geschichte, unser Handwerk und unsere kreative Gegenwart.“
Für uns ist die Modernisierung eine echte Chance. Wir wünschen uns, dass die Neugestaltung enger mit Kultur, Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit verzahnt wird. So lassen sich bestehende Potenziale besser nutzen und die Hanauer Gold- und Silberschmiedetradition wird für Einheimische und Gäste noch stärker erlebbar.
Charlotte von Hauff fasst zusammen: „Die Neugestaltung ist eine Chance, aus einem international renommierten Haus noch stärker einen lebendigen Ort für ganz Hanau zu machen. Dafür müssen wir die Tradition unseres Gold- und Silberschmiedehandwerks, zeitgenössische Gestaltung und die Vermittlung an neue Generationen konsequent zusammen denken.“