Die Grüne Jugend Hanau freut sich, dass ihr Plakat zum Thema Cannabis sein Ziel erreicht hat: Die öffentliche Diskussion zur Drogenpolitik wurde angestoßen

Die Jugendorganisation der Grünen ist sich einig mit ihrer Mutterpartei, bei der Drogenpolitik in Deutschland liegt noch einiges im Argen. Während Alkohol in Deutschland historisch weit verbreitet und auch für Minderjährige zugänglich ist, wird bei Cannabis ein anderes Maß angesetzt. Konsument*innen werden kriminalisiert, was Prävention erschwert. Auch in Hanau besteht ein Schwarzmarkt für illegale Drogen, auf dem keine Regeln gelten und Jugendliche und Kinder nicht geschützt sind. Das zeigt: Die repressive Drogenpolitik ist gescheitert.

Die Grüne Drogenpolitik beruht auf den Säulen Prävention, Regulierung und Schadensminderung. Aufklärung muss in Schulen stattfinden, auf Augenhöhe mit den Jugendlichen. Schadensminderung beinhaltet beispielsweise das Angebot des Drug-Checkings, welches ebenfalls ganz lokal, wie unter anderem in Berlin, angeboten werden kann. Das würde gewährleisten, dass Konsument*innen nicht unwissend auf gestreckte Drogen zurückgreifen, die ihre Gesundheit gefährden. Lediglich die Regulierung findet hauptsächlich auf Bundesebene statt. Sie würde einen verbesserten Jugendschutz bewirken und den Schwarzmarkt, auf dem der Zugang zu gefährlicheren Substanzen leichter fällt, austrocknen. Eine Legalisierung von Cannabis entlastet Polizei und Staatsanwaltschaften. Frei werdende finanzielle Mittel können für die so wichtige Prävention und bessere Therapieangebote eingesetzt werden.

Die Augen können nicht davor verschlossen werden, dass Drogen in Hanau quer durch die Gesellschaft präsent sind und es heute kiffende Minderjährige in der Stadt gibt. Mit der Grünen Vision einer Drogenpolitik, an der alle politischen Ebenen mitwirken müssen, wird gerade die vulnerabelste Gruppe stärker geschützt.

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