Für mehr Biodiversität auf landwirtschaftlichen Flächen

Auf Initiative der Grünen beauftragen die Kleeblatt-Fraktionen von SPD, Grüne, BfH und FDP in einem Antrag an die Stadtverordnetenversammlung am 14.12.2020 den Magistrat, mit den Pächter*innen von im Besitz der Stadt Hanau befindlichen landwirtschaftlicher Flächen in einen Konsultationsprozess zum Schutz der Biodiversität und des Bodens einzutreten. Ziel des Prozesses sei es, dass diese Flächen so nachhaltig wie möglich bewirtschaftet werden, um zum Erhalt der Vielfalt der hiesigen Tier- und Pflanzenwelt beizutragen. Dafür sollen bestehende Pachtverträge angepasst und bei Neuverpachtungen die entwickelten Kriterien ebenfalls festgeschrieben werden.
„Die Stadt Hanau übernimmt hiermit Verantwortung für Artenvielfalt, Natur- und Umweltschutz und ihre Böden. Der Erhalt der Biodiversität ist grundlegend für funktionierende natürliche Kreisläufe und Ökosysteme,“ erläutert der Fraktionsvorsitzende Stefan Weiß. „Allerdings möchten wir den Landwirt*innen nichts überstülpen, sondern sie in Gesprächen von möglichen Verbesserungen überzeugen, die sie dann auch gerne umsetzen.“
Wichtig sei, dass Landwirte einen finanziellen Ausgleich für eventuell anfallende zusätzliche Kosten oder Ertragsverzicht in Folge einer besonders umweltgerechten Landbewirtschaftung erhalten. Themen der Gespräche, die dann in Änderungen in den Pachtverträgen münden sollen, werden beispielsweise die Anlage von Blühstreifen, besserer Gewässer- und Erosionsschutz sowie Einschränkungen des Einbringens von Substanzen, die der biologischen Vielfalt entgegenstehen sein.
Die hessische Landesregierung und der Hessische Bauernverband fördern Projekte zur Biodiversität im landwirtschaftlichen Bereich, etwa über das hessische Programm für Agrarumwelt- und Landschaftspflege-Maßnahmen – kurz HALM .

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