Grüne fordern Besucherzentrum am Campo Pond in Hanau-Wolfgang – Ein Biodiversitätszentrum in Deutschland

 

Das Umweltzentrum Hanau, das bereits über 2000 Personen über den Standort  Campo Pond geführt hat, könnte sich hier als ein bundesweit beachteter Standort für das Thema biologische Vielfalt profilieren und Weiterbildungsmöglichkeiten  für Umweltpädagogen und Lehrer anbieten. Für Schüler aus der Region  könnte ein hochinteressanter außerschulischer Lernort angeboten werden. Die Urwildpferde in Hanau sind ein wichtiger Baustein im Europäischen Schutzprogramm für die Zucht und Auswilderung der letzten ihrer Art. Die Tierärztinnen aus den Zoos Frankfurt und Nürnberg betreuen die Pferde in Hanau. Sie sind froh über die gute Koordination mit dem Bundesforst und der Stadt Hanau.

 

Zugleich könnte es den „Grünen Ring“ um Hanau als wichtigen  Informationsstandort bereichern.

 

Auch das Gebäude selbst müsse besonderen Anforderungen an die baubiologische und energetische Qualität genügen und durch seine Bauweise Bestandteil der Umweltbildung des Zentrums werden.  Um diese Ziele tatsächlich realisieren zu können, müssen öffentliche und private Gelder eingeworben werden, daher sollte die Planung bald präzisiert werden.

 

Das Campo Pond Gelände ist im Besitz der Bundesrepublik Deutschland und wird von der Bundesanstalt für Immobilien und dem Bundesforst verwaltet. Die Kooperation wird als überaus erfolgreich eingeschätzt und trägt zu einem guten Gelingen bei. Die Öffnung des Geländes ist eines der nächsten Ziele. Dazu wird allerdings eine starke Kontrolle und Aufsicht nötig sein, die am besten durch ein Besucherzentrum auf dem Gelände erfüllt werden kann.

 

Der ehemalige Truppenübungsplatz ist bekanntlich jetzt ein europaweit geschütztes Gebiet nach der FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat) und beherbergt eine ganze Reihe von seltenen Pflanzen und Tieren, u.a. die Weidensandbiene und den Vogel Wiedehopf. Der Wiedehopf ist ein seltener Gast in Europa geworden und wird auf dem Gelände durch Maßnahmen zur Wiederansiedelung unterstützt. Durch die Entsiegelung von einigen bisher verschlossenen Flächen konnten bereits nach kurzer Zeit Pflanzenarten wie die Sandgrasnelke und Natternkopf festgestellt werden.

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