Grüne Hanau freuen sich über neuen Radweg am Steinheimer Tor

Forderung nach Lückenschluss durch Pop-up-Radweg in der Friedrich-Ebert-Anlage

 

Die Hanauer Grünen loben den neuen Radweg vom Kinopolis bis zur Unterführung am Steinheimer Tor. Besonders erfreulich sind die verkürzten Wartezeiten an jetzt nur noch einer Fahrrad- und Fußgängerampel, die verbreiterte Fahrspur, der breitere Bürgersteig und die übersichtliche Wegeführung. Leider müssen alle, die durch die Unterführung ins Kinzdorf weiterfahren möchten, noch immer absteigen. Auch ist der Weg im Bereich der Unterführung weniger breit und die Fahrspur dort leider unterbrochen.

Die Grünen hoffen, dass die Umbauten Richtung Friedrich-Ebert-Anlage bald folgen können. Der Kandidat für die Stadtverordnetenversammlung Dr. Tilmann Böß sagt dazu: „Ohne eine südliche Fortsetzung des Radwegs in der Friedrich-Ebert-Anlage und nördlich über das Postcarrée hinaus bleibt es ein Torso. Durchgehend gute Wegebeziehungen sind wichtiger für die Attraktivität des Radfahrens als sehr gute Radwegstücke, zwischen denen ein Radweg fehlt oder ein dazwischenliegende Wegstück schlecht fahrbar ist.”

Um diese Lücke zu schließen, hat der Ortsbeirat Innenstadt auf Initiative der Grünen am 2.2.2021 beantragt, dass in der Friedrich-Ebert-Anlage Pop-up-Radwege bis zum Kurt-Blaum-Platz angelegt werden sollen. Ein Rechtsgutachten im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe e.V. (DUH) legt dar, dass die Einrichtung von Pop-up-Radwegen unabha?ngig von infektionsschutzrechtlichen Erwa?gungen zula?ssig ist und die straßenverkehrsrechtliche Anordnung den gleichen Bedingungen folgt wie Anordnung sonstiger Radfahrstreifen. Die Friedrich-Ebert-Anlage ist vierstreifig ausgebaut, so dass sich die Maßnahme dort sehr einfach umsetzen lässt und dem motorisierten Verkehr weiterhin eigene Fahrspuren bleiben. Enttäuschend ist die Haltung der BfH im Ortsbeirat, die den Pop-up-Radweg gerne auf die lange Bank geschoben hätte und den Radweg lieber in das zukünftige Mobilitätsleitbild der Stadtverwaltung integrieren wollte. „In der Corona-Krise ist das Fahrrad das Verkehrsmittel der Stunde. Mit solch einer Einstellung bremst man den Trend aber gleich wieder aus.” so Ortsbeiratsmitglied Christian Theobald.

 

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