Kleeblattbündnis befördert Hanau mit Schwung ins 21. Jahrhundert

Hanau hat deutlich energiepolitisch Stellung gegen die weitere Nutzung fossiler und atomarer Energieträger bezogen. Der Zubau des Blockes 6 beim Kraftwerk Staudinger wird abgelehnt, denn Kohle ist ein endlicher Rohstoff und der Klimakiller Kohlendioxid muss reduziert werden. Mit der Absage an NCS und damit an ein weiteres Atommülllager auf dem Gelände der ehemaligen Atomfabriken schwinden auch die Schatten der risikoreichen Energieerzeugung mit Uran und Plutonium aus Hanau. Die fossilen und nuklearen Energieträger haben sich als nicht zukunftsfähig erwiesen. Statt dessen setzt Hanau auf die Strahlen der Sonne, die reichlich Energie liefert. Zwei Bürgersolaranlagen und zahlreichen Photovoltaikanlagen auf Schul- und Privatgebäuden erzeugen umweltverträglich Strom und leisten damit einen vorbildlichen Beitrag zur Verbreitung erneuerbarer Energien.
Inzwischen wurden die gesamten Liegenschaften der Unternehmung Hanau auf Öko-Strom umgestellt. Somit werden jährlich mehr als 12.000 Tonnen Kohlendioxid der Atmosphäre erspart. Alternative Brennstoffe kommen bei zwei kommunalen Pellet-Heizanlagen zum Einsatz und mit dem Ausbau der Fernwärme werden an vielen Stellen im Stadtgebiet Heizungen mit Öl oder Gas überflüssig.

Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen insbesondere an Schulen sorgen dafür, dass das Umfeld der Schülerinnen und Schüler verbessert wird. Energiekosten sinken und Lernen wird attraktiver. Der Zubau von Mensen an zahlreichen Schulen ermöglicht zudem längere Öffnungszeiten und unterstützt den notwendigen Ganztagsbetrieb.

Mit der Umwandlung der Tümpelgartenschule in eine Integrierte Gesamtschule hat die Stadtverordnetenversammlung auf Antrag des Kleeblattbündnisses einen weitern Schritt zur Ertüchtigung der Schullandschaft getan. Längeres gemeinsames Lernen und gleiche Chancen gleich aus welchem sozialen Umfeld die Kinder kommen, sind Forderungen, denen in Hanau Rechnung getragen werden soll. Leider ist das Verständnis von einer modernen Schule bei Hessens Landesregierung noch nicht so weit gediehen. Die Umwandlung zum Schuljahr 2010/2011 wurde verhindert, so dass ein weiteres Jahr bis zur Realisierung vergeht.
Die beiden Förderschulen, Pedro-Jung-Schule sowie die Schule am Brunnen, werden in Kürze in das Förderschulzentrum in der Old-Argonner-Kaserne umziehen und ihren Kindern und Lehrern hervorragende Lern- und Lehrmöglichkeiten bieten.
Die New-Argonner- Kaserne wird zur Zeit mit hohem Tempo in ein neues Wohn-, Bildungs- und Sportquartier umgewandelt. Andere Konversionsflächen wie Hutierkaserne mit der Hauptfeuerwehrwache werden folgen.
Mit den weiteren Konversionsflächen steht in Hanau Potenzial für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung nach den Grundsätzen einer nachhaltigen Entwicklung wie sie beispielsweise von der Charta von Aalborg formuliert wurde, zur Verfügung.

An vielen Stellen hat Hanau noch den Charme der späten 50er und 60er Jahre, und dieser Charme ist spröde und zeugt davon, dass in der Vergangenheit Veränderungen nicht mutig angegangen wurden.
Das Kleeblatt hat den größten Stadtentwicklungsprozess in der Geschichte der Stadt Hanau, den Wettbewerblichen Dialog, angestoßen. Unter modernen Gesichtspunkten einer nachhaltigen Stadtentwicklung ist ein Umgestaltungsprozess in Gang gekommen, der geeignet ist, die positiven Werte zu erhalten und neue Aspekte ganzheitlich hinzuzufügen. Plätze mit Aufenthaltsqualität werden entwickelt, wo bisher nur Platz für Autos war. Hoffentlich kann ein Teil des alten Baumbestandes erhalten werden.
Die Einkaufs- und Lebensqualität soll, angepasst an die Strukturen, in Hanau steigen. Die Stadtbibliothek sowie das Brüder-Grimm-Kultur-Zentrum werden einen zentralen Platz in der Stadt Hanau erhalten. Darüber hinaus kann in Hanau sehr schnell ein Großkino verwirklicht werden.

Veränderungen auf Grund der Impulse zur Stadtentwicklung finden bereits statt, zum Beispiel beim Entree am Westbahnhof, dem Kanaltorplatz, und auch direkt in der Innenstadt setzen immer mehr Ladeninhaber auf Modernisierung.
Für das weitere friedliche Zusammenleben der Menschen in Hanau erarbeitet die Verwaltung zur Zeit ein Integrationskonzept. Dieses wurde maßgeblich von der grünen Fraktion initiiert und vom Kleeblattbündnis und der Stadtverordnetenversammlung auf den Weg gebracht.

Darüber hinaus hat in Hanau die Natur einen neuen, dem 21. Jahrhundert angemessenen Stellenwert erhalten. Mit der Unterschutzstellung der über 100 ha großen Konversionsfläche Campo Pond wurde das Versprechen eingelöst, Fauna und Flora, die der Bebauung der Waldwiese weichen mussten, dauerhaft in Hanau zu sichern. Mit dem Projekt, der Ansiedlung einer Herde Przewalski-Pferde, wurde ein erheblicher Beitrag zum Erhalt der Biodiversität getan.

Für zukunftsfähige Entscheidungen in Hanau werden sich die Grünen im Hanauer Rathaus auch künftig engagieren.

 

Mit freundlichen Grüßen
für die Fraktion

Wulf Hilbig ( Fraktionsvorsitzender )

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