Grüne üben Kritik an Bahnkreuzung Salisweg

Die am 12. Juli in der Stadtverordnetenversammlung zu beschließende Planungsvereinbarung für die Eisenbahnkreuzungsmaßnahme Salisweg sehen die Hanauer Grünen kritisch. „Da in der Frankfurter Landstraße und in der Burgallee sehr aufwändige und große Maßnahmen zur Beseitigung des Bahnübergangs in Arbeit beziehungsweise in Planung sind, kann man das Bauvorhaben am Salisweg deutlich kleiner dimensionieren“, kritisiert der Fraktionsvorsitzende Stefan Weiß. An der Kreuzungsmaßnahme Salisweg hätte eine Lösung für den Fuß- und Radverkehr ausgereicht. Dies haben die Grünen in den letzten Jahren mehrfach in dem zuständigen Ausschuss vorgetragen. Umso ärgerlicher ist es, dass die Entwurfsplanung aus dem Jahr 2010 in den vergangenen zehn Jahren nicht so geändert wurde, dass sie einem zeitgemäßem Verkehrskonzept entspricht.

Der Stadtverordnete Dr. Tilmann Böß ergänzt: „Insgesamt sind in Hanau auf einer Distanz von weniger als 2,5 km insgesamt 6 Übergänge geplant, im Bau oder vorhanden: Philippsruher Allee, Salisweg, Frankfurter Landstraße, Kastanienallee, Maintaler Straße, Burgallee. Insbesondere im Vergleich mit den geplanten Baumaßnahmen in Maintal und Frankfurt erscheint dies unverhältnismäßig, z.B. wird in Maintal der Bahnübergang Eichenheege zurückgebaut, der gesamte Verkehr wird künftig 1,2 km weiter westlich über die L3195 geleitet. Die derzeitige Situation wird sich durch die dann wartezeitfreien Eisenbahnüberführungen in der Frankfurter Landstraße und der Burgallee auch ohne eine Querungsmöglichkeit für den Kraftverkehr im Salisweg verbessern. Der Salisweg ist größtenteils nur einspurig befahrbar, so dass die geplante 2-streifige überdimensioniert erscheint. Außerdem trägt der sehr breite Ausbau zur Flächenversiegelung bei und verschärft so unnötig die Überflutungsgefahr bei Starkregen.”

In der Vorlage werden die Kosten für die Maßnahme im Salisweg auf 28 Mio. Euro geschätzt, an der Burgallee sind es 42 Mio. Euro. Eine kleinere Maßnahme nur für den Fuß- und Radverkehr könnte diesen Betrag wesentlich vermindern. Da die zukünftigen Kostenbeteiligungen der Stadt Hanau erst im Zuge der weiteren Planung bzw. mit Abschluss der Kreuzungsvereinbarungen beziffert werden können, kommen hier durch eine überdimensionierte und unzeitgemäße Baumaßnahme hohe Kosten auf die Stadt zu.

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